Turnierbericht TLT Bielefeld

Die Mannschaft Göttingen/Marburg nach ihrem ersten Spiel.

Man sollte ja meinen, über die ach so besinnlichen Weihnachtswochen wäre Zeit für so was. Ist es aber nicht. Es ist natürlich wie immer der blanke Wahnsinn, überall Termine und Treffen. Planungen nehmen Zeit in Anspruch und natürlich müssen auch die Geschenke noch gekauft werden. Und dazwischen dann auch noch das vorweihnachtliche Teutolax in Bielefeld: Natürlich hat es bis jetzt noch niemand geschafft, einen Eintrag über das mittlerweile einen Monat zurückliegende TLT zu verfassen. Dann halt nun!

Früh am Morgen haben wir uns am 13. Dezember also am üblichen Treffpunkt  nach und nach zusammengefunden. Zwar müde und noch nicht ganz auf der Höhe, aber doch mit der Vorausahnung, vor einem verdammt geilen Lacrosse-Wochenende zu stehen. Also schwangen wir uns in die Autos und brachen auf in Richtung Bielefeld. Insgesamt waren wir mit einer kompletten Herrenmannschaft, sowie unseren Spielerinnen Steffi und Rose als Pick-Ups vertreten. Dabei erhielten die Männer Verstärkung von einigen Saints aus Marburg.

Steffi, hoch konzentrierte Defense.

Nach langen Navigationsproblemen dann doch endlich in der Halle eingetroffen, ging das erste Spiel für die Herren gegen München. Nach einem engen und intensiven Spiel, in dem es wenige Minuten vor Schlusssirene noch 4:4 stand, mussten wir uns nach zwei Gegentreffern leider doch geschlagen geben. Die Frustration, dass man nach dem Spieltag in Hamburg und der Niederlage in Bremen nun schon wieder knapp verloren hatte, saß tief. Jedoch waren uns die Lacrosse-Götter auch im folgenden Spiel gegen die Gastgeber nicht wohlgesonnen, sodass es nach einem Spiel mit guter Defense, aber eben sehr schwacher Offense 0:2 stand und erneut keine Punkte für die Gruppenphase gesammelt werden konnten. Im letzten Spiel des Tages galt es für uns, noch einmal alle Kräfte gegen den späteren Gruppensieger Aachen zu mobilisieren, gegen den man erwartungsgemäß jedoch leider eine hohe Niederlage (8:1) hinnehmen musste.


Michi muss hier einen Check wegstecken.

So enttäuschend der Turniertag aber aus sportlicher Sicht ausfiel, konnte uns das die gute Laune und den Spaß am Spiel natürlich nicht verderben. Nachdem Spieler Simon dann mit einer nagelneuen Fußmatte den Hauptpreis der Tombola abräumte und das wohlverdiente Duschbier ausgiebig genossen wurde, waren die Niederlagen schnell vergessen. So ging es anschließend auf die Players Party im Cafe Europa, bei der dann auch der letzte Restfrust weggefeiert wurde.

Da wir am nächsten Tag dann schon das erste Spiel bestreiten mussten, klingelten die Wecker der Mannschaft nach nicht allzu viel Schlaf bereits um 7:30 Uhr. Um 9:00 Uhr wurde das Spiel gegen Gegner Köln angepfiffen. Erneut zeigten wir eine gut funktionierende Defense und ließen nur zwei Gegentore zu, konnten dagegen aber nur eins erzielen. Auch das letzte Spiel gegen Berlin ging nach einer spannenden Partie 4:2 verloren.

Max Steinhardt in der Defense.

Erschöpft reisten wir also als letzter vom Turnier ab. Der Fluch der knapp und unglücklich verlorenen Spiele setzt sich damit für uns weiter fort. Dafür interessierte sich nach nur wenigen Minuten des Frusts aber keiner mehr: Sowohl auf als auch neben dem Feld hatten wir zusammen mit den Marburger Jungs wieder mal ein erstklassiges Wochenende. Wir trafen alte Bekannte und machten neue Freunde, sahen geile Spiele und Kämpfe. Einige aus dem Team spielten das erste mal Box. Am Ende können wir uns vor Augen halten, dass zumindest unsere defensiven Skills endgültig auf einem hohen Niveau angekommen sind: Mit insgesamt 22 Gegentreffern in 5 Spielen musste Andy, der nach und nach zu einer regelrechten Wand zwischen den Rundrohren wird, insgesamt 4 mal weniger ins Netz greifen als der Goalie der zweitplatzierten Bundeswehr, die zusammengerechnet 26 Tore kassierte. So sind wir guter Dinge, im Frühjar auf gewohntem Feldlacrosse-Terrain die Negativserie mit besserer Offense, gewohnt starker Defense und vielleicht auch endlich mal dem Quäntchen Glück auf unserer Seite die Rückrunde zu rocken. Noch ist das letzte Wort dort nämlich nicht gesprochen!

Wir wollen uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bei den Bielefeldern für die gute Orga des TLT und damit für zwei traumhafte Tage bedanken!

Weitere Fotos können hier (Tag1), hier (Tag 2) und hier (Mannschaftsfotos) angeschaut werden.

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