Nachholspiel gegen Osnabrück (Herren)

Nachdem unser Heimspiel gegen Osnabrück vor zwei Wochen leider ausfallen musste, stand am vergangenen Sonntag nun endlich das Nachholspiel an. Die junge Mannschaft der Gäste (die gerade in ihre erste Bundesligasaison gestartet ist) konnte leider auch dieses Mal nicht auf alle ihre Spieler zurückgreifen und musste daher notgedrungen nur mit nur 9 Spielern auflaufen. Dies führte von Beginn an zu einem ungleichen Kräfteverhältnis, da auf Seiten der Gäste ein Angreifer weniger auf dem Platz stand.

Unser Team schien sich schon von Anfang an dem Gedanken an einen einfach Sieg hingegeben zu haben, was sich schon nach wenigen Minuten deutlich in mangelnder Konzentration und Laufbereitschaft zeigte. Pässe wurden selbst von erfahrenen Spielern verworfen und der Osnabrücker Torwart durch zu unplatzierte und langsame Schüsse eher warmgeworfen als tatsächlich gefordert. Trotzdem stand es nach dem ersten Quarter 3:0 zu unseren Gunsten. Die Null hinter dem Doppelpunkt verdankten wir da bereits unserem Goalie Philipp Ulrich, der einen Schuss aus nächster Nähe gekonnt parieren konnte.

Einer der wenigen Göttinger, die im Spiel gegen Osnabrück die gewohnte Leidenschaft zeigten: Simon Hölscher.

Einer der wenigen Göttinger, die im Spiel gegen Osnabrück die gewohnte Leidenschaft zeigten: Simon Hölscher.

Im zweiten und dritten Quarter versuchten wir bei strömendem Regen etwas mehr Ordnung in die eigenen Reihen zu bringen und die gelernten Spielzüge aus den Trainings und dem letzten Spieltag anzuwenden. Bei extrem hohem Ballbesitz hatte unsere Offense auch genügend Möglichkeiten dazu, die sie jedoch weitestgehend ausließ. Es fielen zwar einige weitere Tore, die jedoch hauptsächlich starken Alleingängen von einzelnen Spielern zu verdanken waren. Dazu gehörte zum Beispiel Lucas Rudelt, der sich an drei Verteidigern vorbeischlängelte oder Konstantin Niehaus, welcher durch wiederholte, effiziente Dodges treffen konnte. Insbesondere den neueren Spielern, denen in dieser Partie viel Spielzeit zukommen sollte, schien es noch Schwierigkeiten zu bereiten, unser Spielsystem vom Training auf den Platz zu übertragen.

Attacker Konstantin Niehaus bei einem seiner typischen Dodges.

Attacker Konstantin Niehaus bei einem seiner typischen Dodges.

Im vierten Quarter wurde es für die Osnabrücker durch fehlende Auswechselspieler nicht leichter und die Ermüdung war vielen Spielern anzusehen. Trotzdem gab es weiter viele Situationen, in denen selbst die Grundlagen der Kommunikation in unserem Team fehlten, so z.B. bei einfachen Groundballs.

Bei den Timeouts herrschte oft ein rauher Ton.

Bei den Timeouts herrschte oft ein rauher Ton.

Wie Max Reyer es während eines Timeouts treffend formulierte, reicht diese Leistung einfach nicht, um am nächsten Sonntag unsere Gegner Kiel und Braunschweig zu schlagen. Nach dem Schlusspfiff freuten sich natürlich alle über das 9:0, aber jedem war klar, dass wir in der kommenden Trainingswoche noch einen Haufen Arbeit vor uns haben.

(Ein Spielbericht von Alexander Balck.)

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