Freundschaftsspiel gegen die Pottwale

Die Hinrunde der Saison 2015/16 ist in vollem Gange und die Damen von Göttingen Lacrosse somit fast jedes Wochenende unterwegs, um ihre Kräfte mit den anderen Teams der 2. Bundesliga West zu messen. Auch vergangenes Wochenende stand ein Spieltag in Essen gegen die neu gegründete Spielgemeinschaft Duisburg/Bochum/Essen, die Pottwale, auf dem Plan. Doch leider ereilte uns ein Schicksal, das sich wie ein roter Faden durch die laufende Hinrunde sowohl der ersten als auch zweiten BLW zieht: Schiedsrichtermangel. Unser vorher organisierter schwarzer Schiedsrichter musste kurzfristig absagen und trotz aller Bemühungen der Schiri-Reps und besonders unserer Schiedsrichterobfrau Nathalie Morof ließ sich kein Ersatz finden. Somit mussten die für diesen Tag angesetzten Ligaspiele entfallen, doch weder wir noch die Pottwale ließen sich dadurch entmutigen. So ging es für uns trotzdem nach Essen, wenn auch nur zum Freundschaftsspiel.

Anpfiff war um 14:30 Uhr, wir waren zum ersten Mal mit vollem Kader angereist: 23 Spielerinnen standen am Platz und wollten Gas geben. Die ersten Minuten des Spiels waren gezeichnet durch starke Einzelaktionen im Mittelfeld und der Attack, ohne jedoch ein schönes Mannschaftsspiel zu zeigen. Ein Time-Out und eine deutliche Ansage durch unsere Playing Coaches zeigte noch einmal die Aufgabenstellung für dieses Spiel auf, es sollte möglichst miteinander gespielt werden. Dies gelang im Folgenden wesentlich besser, die Verteidigung stand wie eine Wand und ließ keine Torschüsse zu. Durch gute Kommunikation und Positioning in der Verteidigung konnte Druck auf den Ball ausgeübt werden, und immer wieder gelang die Balleroberung vor dem eigenen Tor. Darauf folgten meist 2-3 weite, präzise Pässe und schon hatte sich das Spiel in unser Angriffsdrittel verlagert. Doch hier war meistens Schluss, der Ball wurde zu lange gehalten und die Mädels schienen einfallslos. Zwar konnten einige Tore erzielt werden, doch dies waren meist 1-on-1 Situationen, in denen sich die stärkeren Spielerinnen unserer Mannschaft gegen ihre Verteidigerin durchsetzen konnten. Eben dieses Problem war Thema in der Halbzeitpause, unsere Coaches erklärten erneut, welche Möglichkeiten vor dem gegnerischen Tor bestehen und wie diese genutzt werden sollten. Und eben dies glückte in der zweiten Hälfte. Die Transition stellte sich noch stärker als in der ersten Hälfte dar, es wurde um jeden Groundball gekämpft und das gesamte Spielfeld genutzt. Im Angriff schien der Knoten geplatzt zu sein, endlich stimmte das Timing der cuts und picks, der Ball wurde viel laufen gelassen und die gegnerische Verteidigung dauerhaft beschäftigt. So konnten endlich die lang ersehnten „Teamtore“ durch geschickte Pässe vor das Tor mit Quickstick-Abschluss oder über Crease-Rolls erzielt werden. Wir beendeten das Spiel mit einem Punktestand von 15:0 und können uns wahrlich über das neu gelernte Zusammenspiel freuen.

Fazit des Tages: Trotz einiger Startschwierigkeiten gelang es unseren Mädels, einen souveränen Sieg nach Hause zu bringen. Das Spiel wurde prima genutzt, um sich als Spielgemeinschaft weiter einzuspielen und noch besser kennen zu lernen. Leider zeichnet sich der Mangel an erfahrenen Schiedsrichtern immer stärker in unserer Liga ab und hindert den Spielbetrieb. Hier ist es nicht nur Aufgabe der Schiedsrichterobleute und des DlaxV, sondern auch der Mannschaften und jedes einzelnen Spielers, sich der Problematik bewusst zu werden und aktiv nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen: Sei es durch die bessere und schnellere Weiterbildung weißer Schiedsrichter, die optimalere Organisation der Spieltage oder persönliche Bestrebungen, sich als Schiedsrichter weiter zu entwickeln.

Wir bedanken uns bei den Pottwalen für die Ausrichtung der Freundschaftsspiele, bei den Paderborner Mädels für die Stellung eines inoffiziellen Refgespanns und natürlich bei allen Fans und Zuschauern für ein super Freundschaftsspiel!

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