Heimspieltag gegen Hamburg und Lübeck/Rostock

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Middie Karsten Köhler geht steil.

Am 11. April hatten wir Göttinger unseren letzten Spieltag der Saison 2014/15. Zu Gast waren die B-Mannschaft der Hamburg Warriors und die East Coast Shellbacks aus Lübeck bzw. Rostock. Weil wir in der Hinrunde zwei sehr unglückliche Niederlagen gegen beide Teams hinnehmen mussten, waren wir hochmotiviert, diesmal nichts dem Zufall zu überlassen und unsere Stärken, an denen wir die letzten Monate so hart gearbeitet haben, auszuspielen. Gleichzeitig mussten wir zeigen, zu welcher Leistung wir ohne unsere Topscorer Max Steinhardt, der jetzt ja in Würzburg auf Torejagd geht, und Michael Weber im Stande sind.

Los ging es in den Saisonabschluss gegen die stark erwarteten Hamburger bei allerschönstem Frühlingswetter. Mit Philipp Ulrich im Tor, der sein erstes “Full-Time”- Spiel im Kasten machte, und mit Marvin Frisch und Maximilian Schnuch, die ihr allererstes Spiel machten, gingen wir das Spiel zunächst als “Lehrspiel” für unsere Rookies an. Außerdem machte Hendrik Schwenson nach fast einem 3/4 Jahr Verletzungspause sein Comeback und das sogar ziemlich eindrucksvoll.

Closed Defense Spieler Clemens Niederlag beim Clear

Closed Defense Spieler Clemens Niederlag beim Clear

Nach der frühen Führung für die Hamburger konnten wir das Spiel an uns reißen und uns mit einem Spielstand von 2:1 zum Ende des 1. Quarters das nötige Selbstvertrauen holen, um Hamburg zu besiegen. Im folgenden Quarter gelang es uns dann die Führung weiter auszubauen, da wir vorne ein waches Auge hatten und unsere Mitspieler durch starke Pässe in Szene setzen konnten. So hat Christian Will sein allererstes Tor erzielen können und auch unsere Rookies hatten die ein oder andere Schussgelegenheit. Hinten hatten wir die Hamburger gut im Griff und haben sie selten zum Schuss kommen lassen. Ging doch mal ein Ball in Richtung Tor, stand mit “Ulle” eine unüberwindbare Macht zwischen den Pfosten, der einzig durch eine Unaufmerksamkeit unserer Defense hinter sich greifen musste. Die 5:2 Halbzeitführung wollten wir nun in der folgenden Halbzeit nicht mehr kippen lassen. Deshalb haben wir genauso weitergemacht, wie wir aufgehört haben. Das 3. Quarter war somit fast eine Kopie des zweiten. Mit zwei weiteren Toren konnten wir die Führung ausbauen, die die Hamburg unter Ausnutzen einer Nachlässigkeit in unserer Verteidigung um ein Tor verkürzten. Obwohl starke Schüsse auf unser Tor gefeuerten wurden hielt “Ulle” seinen Kasten sauber und sein Niveau hoch. Ein 7:3 nach dem 3. Quarter ließ uns die Möglichkeit, die Führung zu verwalten. Das letzte Quarter blieb dann torlos und somit war dieses 7:3 auch der Endstand.

Wie stark diese Leistung gegen Hamburg war, wird durch das Lob des Hamburger Trainers Pete de Santis deutlich, der meinte, dass dieses Spiel das stärkste sei, was er je von einer Göttinger Mannschaft gesehen habe.

Während der nächste Gegner aus Lübeck bzw. Rostock sich gegen Hamburg einen 9:8 Sieg hart erkämpfen musste, hatten wir Gelegenheit, unser Spiel gegen Hamburg sacken zu lassen und etwas erholt ins letzte Saisonspiel zu starten.

Konstantin Niehaus am Faceoff gegen den starken Lübecker Stefan Kopperschmidt

Konstantin Niehaus am Faceoff gegen den starken Lübecker Stefan Kopperschmidt

Nachdem wir in diesem Spiel zunächst zwar in Führung gehen konnten, verdunkelte sich leider nicht nur der Himmel.  Regen und der Ausgleich der East Coast Shellbacks brachten uns aus dem Konzept. Ein 2:2 nach dem 1. Quarter ließ allerdings erstmal keine Unruhe aufkommen. Die wurde dann aber etwas größer, als sich die Shellbacks eine 3 Tore Führung erspielen konnten. Unaufmerksamkeiten in der Hintermannschaft, Andy Bergmann im Tor ebenfalls nicht immer auf der Höhe und eine Vordermannschaft, die leider nicht den nötigen Druck auf die Verteidigung der Shellbacks ausüben konnte, waren in Zahlen dann eine 6:3 Halbzeitführung für unsere Gäste aus Lübeck/Rostock. Nach der Halbzeit starteten wir  in Überzahl. Ein Fehlpass allerdings brachte die Shellbacks in Ballbesitz, die durch ein äußerst ärgerliches und unnötiges Unterzahltor ihre Führung auf 4 Tore zum 7:3 ausbauen konnten. Wir konnten aber zum Ende des 3. Quarters die Führung der Shellbacks wieder auf 3 Tore verkürzen. 7:4 für die Shellbacks vor dem letzten Quarter ließen zwar wenig Hoffnung auf einen Sieg, aber pünktlich vor Anpfiff dieses letzten Quarters war nicht nur die Sonne wieder da, sondern auch unsere Aufmerksamkeit und unser Kampfgeist waren zurück. “Warum nicht gleich so?” mag man fragen, wenn man im letzten Quarter 5 Tore schießt und die Hintermannschaft sowie der Torwart endlich auf Betriebstemperatur waren. Den Gästen von der Ostküste war so nur noch ein Treffer vergönnt. Die Nerven hielten dem Druck der knappen Führung stand und mit 9:8 endete ein am Ende packendes Spiel doch noch zu unseren Gunsten.

2 Siege zum Saisonabschluss, von 5 Spielen in der Rückrunde 4 gewonnen, nur der Tabellenführer aus Kiel konnte sich unter größtem Kampf einen Sieg gegen uns erarbeiten. Wieder bleibt die  Frage “Warum nicht gleich so?”, da wir ja die Hinrunde mit genau umgekehrter Statistik von nur einem Sieg und 4 Niederlagen völlig verschlafen haben. Endlich ist es uns gelungen, unser Potential zu zeigen.

Ambitionierter Neuzugang: Christian Hornig verteidigt  sicher gegen Pick von Stefan Kopperschmidt

Ambitionierter Neuzugang: Christian Hornig verteidigt sicher gegen Pick von Stefan Kopperschmidt

Wir bedanken uns bei beiden Gästeteams dafür, dass sie die weiten Anreisewege auf sich genommen haben und wir gemeinsam einen tollen und fairen Spieltag hatten.

Wir bedanken uns ferner bei unserer Damenmannschaft und allen Fans, dafür, dass sie uns in verschiedener Weise unterstützt haben und bei Patricia Zumbroich für die schönen Bilder von uns auf dem Feld.

Am 13.4. ist das nächste Training und somit beginnt auch die Vorbereitung auf die nächste Saison. Wer Teil unseres Teams werden und uns bei unserer Mission, weiter so erfolgreich wie in der Rückrunde zu bleiben, unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen, beim Training vorbeizuschauen und sich an dem Schläger mit dem Netz auszuprobieren.

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Ein Kommentar von “Heimspieltag gegen Hamburg und Lübeck/Rostock

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