LAXWiki

Du wolltest schon immer mal was über Lacrosse wissen? Hast einen Begriff im Zusammenhang mit Lacrosse gehört und willst wissen, was er bedeutet? Dann bist du in unserem Laxwiki genau richtig! Hier findest du Begriffe, Regeln oder Kommandos auf dem Spielfeld und was sie bedeuten. Schau rein und werde ein Laxperte!

Attack (4)

Hinter dem Tor; X-Attacker

Der Bereich hinter dem Tor wird X („ex“ gesprochen) genannt. die Torlinie ragt 12 Meter von der Endline ins Spielfeld hinein, dieser Bereich ist somit noch Spielfeld. Der X-Attacker wird, sofern er nicht in Ballbesitz ist, weniger streng vom Verteidiger bewacht, da er keine Torgefahr austrahlt, wenn er hinterm Tor steht. Er ist aber ein wichtiger Backup. Denn wenn ein Torschussversuch misslingt, kann er entweder den Ball direkt abfangen oder ihm wird, weil er, wenn der Ball die Endline berührt, zu diesem am nächsten steht, der Ball zugesprochen. Seine Mannschaft bleibt also trotz des Fehlversuches in Ballbesitz.

Pick (`n`Roll)

Ein Spieler kann seinem ballführenden Mitspieler einen Pick stellen. Ein Pick macht einen Dodge noch wirkungsvoller und kann Verwirrung in der gegnerischen Verteidigung stiften. Ziel des Picks ist es, dass der Verteidiger des Dodgers in den Pick reinläuft und Zeit verliert. Damit ein Pick legal ist, ist es wichtig, dass der Pick-stellende Spieler fest steht und sich nicht bewegt, seine Körperfläche nicht vergößert (Beine nicht weiter als schulterbreit auseinander, Arme am Körper angelegt, der Stick vor dem Oberkörper). Vor dem Pick sollte der pickstellende Spieler einen Cut laufen, damit er in einem Toten Winkel für das Blickfeld des gepickten Verteidigers bleibt. Für den Dodger ist es wichtig, dass er nah am Pick vorbeidodged (Schulter des Picks streifen).

Nach dem Dodge dreht sich der Pick in Richtung Tor (so dass er dauerhaft den Dodger noch im Blick hat; nicht vom Dodger wegdrehen, so läuft man nur in den Defender rein) und dient als Anspielstation. Dieser Zug ist dann der Roll.

Ein Beispielvideo hierzu:

Wie ihr einen Pick`n`Roll verteidigt, wird unter Defense – Switch erklärt.

Feed

Feed ist der Begriff für ein Zuspiel auf einen Mitspieler, der in einer guten Position ist ein Tor zu erzielen. Auf einen Feed sollte in der Regel ein Quickstick folgen.

Ride

Ist ein Angriff misslungen und die gegnerische Defense ist in Ballbesitz gelangt, versucht die Attack noch in der  gegnerischen Hälfte den Gegenzug aufzuhalten. Der Nachteil ist, dass sie durch einen mitspielenden Torwart der Defense in Unterzahl sind. Das Gegenteil zum Ride ist der Clear.

Defense (4)

Clear

Clear ist ein Kommando und ein Spielzug. hat es die Defense oder der Torwart geschafft einen Angriff zu entschärfen und selbst in Ballbesitz zu kommen, wird ein Clear gelaufen. Der Torwart ruft laut „Clear!“ und damit wissen seine Mitspieler, dass er im Ballbesitz ist und der Gegenzug eingeleitet werden kann. Hierfür wird das Spiel in die Breite gezogen, damit der Torwart nicht gezwungen ist einen Pass in Tornähe zu spielen. Der LSM begibt sich in Richtung Wechselzone um für einen Shortstick Platz zu machen. Das Gegenstück zum Clear ist der Ride.

Switch

Switch ist ein Kommando in der Defense. Switch wird gerufen, wenn zwei Verteidiger die ihnen zugeordneten Angreifer wechseln.

Vor allem bei der Verteidigung eines Pick`n`Roll ist es wichtig zu switchen. Stellt ein Angreifer seinem ballführenden Mitspieler einen Pick, wird der Verteidiger des ballführenden Spielers mit „Pick links/rechts“ gewarnt. Kommt es dann zum Dodge, läuft der Verteidiger des Dodgers in den Pick rein und verliert Zeit auf den Dodger. Der Verteidiger des Picks übernimmt dann den Dodger und ruft „switch!“, sodass der ursprüngliche Verteidiger des Dodgers weiß, dass er nun die Verteidigung des Pickstellenden übernehmen muss.

LSM

Der LSM (steht für Long Stick Midfielder) ist ein zusätzlicher Verteidiger mit langen Schläger (wie der Name bereits sagt), der sich für einen Mittelfeldspieler einwechseln lässt, wenn die gegnerische Mannschaft einen Gegenzug aufbaut.

Slide

Der Slide (engl. verschieben) bezeichnet einen Verteidigungsspieler, der zur Hilfe kommt, wenn der Verteidiger des ballführenden Spielers (erfolgreich) gedodged wurde. In diesem Fall verlässt der Slide seinen eigenen Angreifer, um den Ballführenden Spieler zu übernehmen. Er ist der sogenannte 1. Slide. Der 2. Slide ist der Spieler, der den Angreifer des 1. Slides übernimmt. In einem 3er-Slide-System wie beispielsweise dem Crease-Slide-System übernimmt der am Anfang geschlagene Spieler den Angreifer des 2. Slide und wird so zum 3. Slide. Wichtig für einen Slide ist, dass die Defense nur auf die angreifende Mannschaft reagiert, das heißt, dass je nach Stellungsspiel der Offense der Slide angepasst wird. 3 grundlegende Slides unterscheidet man:

Adjacent Slide: Der Adjacent Slide wird gespielt, wenn die Offense ohne Crease-Attack spielt. Der Verteidiger, der den ballführenden Spieler verteidigt, wird links und rechts durch seine einrückenden Mitspieler abgesichert, sie rufen ihm zu „hab dich links“ bzw. „hab dich rechts“. Je nachdem, in welche Richtung der ballführende Spieler dodged, ist der links bzw. der rechts eingerückte Verteidiger der erste Slide . Hier der Adjacent Slide in der Theorie:

Crease Slide: Spielt die Offense mit einem Crease-Attacker, spielt die Defense Crease Slide. Der Verteidiger, der den Crease-Attacker verteidigt, ist der der 1. Slide. er ruft „ich bin die eins“ (alternativ „ich bin heiß“; von Mannschaft zu Mannschaft unterschiedlich)

Coma Slide: Der Coma Slide wird gespielt, wenn der ballführende Spieler auf X ist oder auf der GLE und dodgen möchte. Der 1. Slide ist der Verteidiger, dem der Verteidiger des ballführenden Spielers „den Hintern zeigt“. Der 1. Slide rückt an den aus der Sicht des Angreifers langen Pfosten. Der Verteidiger, der von seinem Kollegen nicht den „Hintern gezeigt gekriegt“ macht den Passweg zu seinem Gegenspieler zu und ruft „lock“. Beim Coma Slide geht es nicht darum, den ballführenden Spieler wieder zu kontrollieren, sondern vielmehr ihn durch hartes Tackling kurz aus dem Spiel zu nehmen.

Regeln (11)

In Home

Jede Mannschaft muss vor dem Spiel einen „In Home“ bestimmen und dem Schiedsrichter dessen Spielernummer nennen.

Kann der Schiedsrichter ein Foulspiel oder ein Tor keinem Spieler zuordnen, muss der In Home die Strafe absitzen bzw. wird ihm das Tor anerkannt.

Nominated Defender

Wenn eine Mannschaft nur mit einem Torhüter im Kader antritt, müssen sie einen Nominated Defender bestimmen und den Schiedsrichtern dessen Spielernummer vor dem Spiel nennen. Sollte der Torhüter ein Foul begehen, das mit einer Strafzeit zu ahnden ist, muss der Nominated Defender die Strafe absitzen. Sollte eine Mannschaft 2 Torhüter im Kader haben, die gegnerische Mannschaft jedoch nur einen, steht es der Mannschaft mit 2 Torhütern frei, ob sie die Nominated Defender Regel anwenden oder nicht. Haben beide Mannschafte 2 Torhüter im Kader, wird auf die Nom. Def.-Regel verzichtet. Muss der erste Torhüter nun eine Strafe absitzen, muss der zweite Torhüter im Kader das Tor hüten und ein weiterer Spieler muss vom Feld, der allerdings eingewechselt werden darf, solang nicht mehr als 9 Spieler auf dem Feld stehen.

Time-Outs

Jede Mannschaft hat pro Halbzeit 2 Time-outs. Time-outs werden zum einen als Entlastung/Trinkpause genutzt, vor allem aber um taktische und spielerische Defizite anzusprechen. Das Time-out dauert 90 Sekunden. Um ein Timeout fordern zu dürfen, muss entweder eine Dead Ball Situation herrschen oder die das Timeout fordernde Mannschaft muss im Ballbesitz in der gegnerischen Spielfeldhälfte sein; das Time-out darf nur von einem Coach, einem Captain oder dem ballführenden Spieler gefordert werden.

Ausnahme sind Schiedsrichter-Timeouts (sogenannte Mytime). Der Schiedsrichter darf jederzeit, wenn er es für nötig empfindet, um die Sicherheit des Spielbetriebs und der Spieler aufrecht zu erhalten, die Spieluhren auf unbestimmte Zeit anhalten.

Spielzeit

Ein Lacrosse-Spiel dauert 80 Minuten, aufgeteilt in 4 Quarter á 20 Minuten. Zwischen den Quartern gibt es Pausen von 2 Minuten zwischen 1. und 2. Quarter; 10 Minuten zwischen 2. und 3. Quarter (Halbzeit); 3 Minuten zwischen 3. und 4. Quarter.

Stickcheck

Der Coach (wenn kein Coach da ist der Captain) darf in einem Spiel beliebig oft einen Stickcheck fordern (Es wird aber als technisches Foul gepfiffen, sollte er mit seiner Vermutung das zweite mal in Folge unrecht haben). Er fordert den Stickcheck ein, wenn er den Verdacht hat, dass ein gegnerischer Spieler ein Tor mit einem illegalen Schläger erzielt hat. Der Torschütze muss dann sofort entweder den Stick vorsichtig auf den Boden legen, oder er übergibt den Stick dem Schiedsrichter mit ausgestrecktem Arm ohne den Head zu berühren. Sollte der Coach zurecht den Stickcheck gefordert haben, wird das Tor nicht gewertet. Daher wird bei einem Führungs – oder Ausgleichstreffer kurz vor Spielende am häufigsten ein Stickcheck gefordert. Deshalb sollte man besonders als Angreifer regelmäßig seinen Stick überprüfen, ob er noch legal ist.

Achtung: Der Coach darf auch dann einen Stickcheck fordern, wenn der Ball ins Tor getreten wurde und auch dann wird das Tor aberkannt, sollte der Stick illegal sein.

Live Ball/Dead Ball

Ein Ball, der nach (Wieder)anpfiff wieder im Spiel ist, ist ein Live Ball. Der Ball ist ein Dead Ball, wenn er entweder im Aus ist, nachdem ein Tor erzielt wurde, oder das Spiel durch eine Flagge oder jeglichen anderen Grund unterbrochen wurde.

Substitution (Auswechslung)

Bei Lacrosse darf man fliegend wechseln. es ist dabei aber auf die korrekte Ausführung des Wechsels zu achten:

– Gewechselt werden darf nur in der Substitution Area, einem Bereich, der auf Höhe der Mittellinie vor der Bench liegt und ca. 5m in jede Spielfeldhälfte hineinragt.

– Man darf als Einwechselspieler erst das Spielfeld betreten, wenn der Auswechselspieler mit beiden Füßen innerhalb der Substitution Area steht, somit das Spielfeld verlassen hat.

– Das Wechseln stellt keine Ausnahme zur Abseitsregel. Wechseln z.B. zwei Attacker, so muss der Auswechselspieler die Sub-Area aus der Gegnerischen Hälfte heraus betreten und der Einwechselspieler muss aus der Sub-Area das Spielfeld ebenfalls direkt in der gegnerischen Hälfte betreten.

Offside (Abseits)

Die Abseitsregel im Lacrosse ist übersichtlich. Es müssen stets 3 Spieler innerhalb der gegnerischen Hälfte und stets 4 Spieler in der eigenen Hälfte bleiben. Es spielt dabei keine Rolle, welche Position die Spieler eigentlich inne haben: Theoretisch darf sogar der Torhüter sich  in der gegnerischen Hälfte aufhalten, solang 4 Spieler in der eigenen Hälfte bleiben.

Ist ein Verteidiger auf dem Weg in die gegnerische Hälfte, ruft er „Middie Back!“, damit wissen die Mittelfeldspieler, dass er die eigene Hälfte verlassen will. Ein Mittelfeldspieler bleibt dann in der eigenen Hälfte und gibt mit „Back!“ seinem Mitspieler das Okay, dass er in die gegnerische Hälfte vordringen kann.

Free Clear

Ein Free Clear wird gespielt, wenn…

… am Ende eines Quarters durch Strafzeiten ungleich viele Spieler pro Mannschaft auf dem Feld stehen oder eine Flagge geworfen wurde, deren Call erst nach Abpfiff des Quarters folgt. In dem Fall wird diagonal auf der anderen Hälfte des Spielfelds das Spiel gestartet mit der Mannschaft in Ballbesitz, die auch bei Abpfiff des vorherigen Quarters in Ballbesitz war, egal ob sie in Unter – oder Überzahl spielt. Ist keine Mannschaft am Ende des vorherigen Quarters in Ballbesitz gewesen, startet das Spiel mit Faceoff

…Zwischen Tor und Wiederanpfiff ein Foul begangen wird. Die gefoulte Mannschaft darf dann mit Ballbesitz von der Mittellinie starten.

… Die Mercy Rule angewendet wird. Die Mercy Rule gibt es nur bei Jugendspielen. Liegt eine Mannschaft mit mehr als 5 Toren in Rückstand, darf sie nach Tor oder zu Quarterbeginn mit Ballbesitz das Spiel neu starten.

persönliches Foul

Ein persönliches Foul ist ein Foul, das als unsportliches Verhalten oder Gefährdung des Gegners gewertet wird. Hierzu zählen unter anderem Stockschlag (Slash), Beinstellen (Tripping) oder Unsportliches Verhalten (Unsportsmanlike Conduct; Achtung: Unsportliches Verhalten ist es beim Lacrosse bereits, wenn man Kraftausdrücke verwendet oder flucht).

Persönliche Fouls werden auf jedenfall mit einer Strafzeit (von 1-3 Minuten) geahndet, ganz egal ob man im Ballbesitz war oder nicht.

technisches Foul

Technische Fouls sind Fouls, die in der Regel nur eine unerlaubte Vorteilnahme beinhalten, aber nicht gefährlich sind. Dazu zählen Fouls wie Behinderung, Halten, zu viele Longsticks auf dem Feld oder auch Abseits. Begeht der Spieler ein technisches Foul während eines Loose Balls, das aber seinem Gegner einen Vorteil verschafft, so dass er Ballbesitz erlangen kann, kann der Schiedsrichter „Play On!“ rufen und das Spiel weiter laufen lassen. Wird ein technisches Foul begangen, während das eigene Team in Ballbesitz ist oder während einer Loose-Ball Situation, so wird dem Gegner Ballbesitz zugesprochen. Ist man nicht in Ballbesitz und begeht ein technisches Foul, muss man 30 Sekunden auf der Strafbank absitzen.

Das Spielfeld (7)

Bench

Die Bench ist hinter dem Auswechselbereich positioniert. Dort werden die Zeiten und die Spielberichtsbögen geführt, angeleitet vom CBO und bei wichtigeren Spielen zusätzlich vom Bench-Manager. Außerdem gibt es noch eine Sitzgelegenheit für die Spieler, die mit einer Zeitstrafe bestraft wurden.

Hinter dem Tor; X-Attacker

Der Bereich hinter dem Tor wird X („ex“ gesprochen) genannt. die Torlinie ragt 12 Meter von der Endline ins Spielfeld hinein, dieser Bereich ist somit noch Spielfeld. Der X-Attacker wird, sofern er nicht in Ballbesitz ist, weniger streng vom Verteidiger bewacht, da er keine Torgefahr austrahlt, wenn er hinterm Tor steht. Er ist aber ein wichtiger Backup. Denn wenn ein Torschussversuch misslingt, kann er entweder den Ball direkt abfangen oder ihm wird, weil er, wenn der Ball die Endline berührt, zu diesem am nächsten steht, der Ball zugesprochen. Seine Mannschaft bleibt also trotz des Fehlversuches in Ballbesitz.

Länge und Breite

Das Spielfeld soll eine Länge von 100m und eine Breite von 55m haben.

Crease

Der Crease ist der Kreis um das Tor herum, er hat einen Radius von etwa 2,70 m, bei den Damen 3m und ist der Schutzbereich des Torhüters. Angreifer dürfen die Crease nicht berühren oder betreten. Ein Vergehen dieser Art pfeifen Schiedsrichter als „Crease-Violation“ oder „In the Crease“ ab. Der Torhüter darf innerhalb der Crease nicht vom Gegner berührt werden, dabei spielt es keine Rolle, ob der Torwart im Ballbesitz ist oder nicht. Dieser Regelverstoß würde dann als „(Goaltender-)Interference (Torwart-Behinderung)“ abgepfiffen werden. Gelangt der Torwart durch einen Safe oder einen Pass innerhalb seiner Crease in Ballbesitz, hat er 4 Sekunden Zeit, den Ball wieder abzuspielen oder den Crease zu verlassen. Außerhalb des Crease genießt er keine Privilegien mehr. Die 4 Sekunden werden vom Schiedsrichter mit „1001, 1002, 1003, 1004“ angezählt.

GLE (Goal-Line Extended)

Die GLE ist nicht auf dem Spielfeld markiert. Es ist eine gedachte Erweiterung der Torlinie, ist aber aus taktischen Gründen sowohl für die Verteidigung als auch im Angriff von Bedeutung.

Restraining Line

Die Restraining Lines oder auch Goal-Area Lines unterteilen das Spielfeld in 3 Drittel. Sie sind jedoch nur während eines Faceoffs (siehe Faceoff), einer geworfenen Flagge (siehe Artikel „Flag“) oder bei einer Stalling-Warnung (Ermahnung des Schiedsrichters an eine Mannschaft, den Ball in die gegnerische Verteidigungszone zu bringen und/oder den Ball dort zu halten) von Bedeutung.

Tor

Das Wichtigste auf dem Spielfeld ist natürlich das Tor. Es ist quadratisch, in Höhe und Breite 1,83m und geht im Dreieck nach hinten.

Der Ball darf sowohl mit dem Schläger ins Tor geworfen, als auch ins Tor getreten werden. Liegt ein Ball also nah vor dem Tor, ist es manchmal besser zu versuchen, den Ball ins Tor zu treten (Achtung: Der Coach darf auch dann einen Stickcheck fordern, wenn der Ball ins Tor getreten wurde und auch dann wird das Tor aberkannt, sollte der Stick illegal sein).

Die Schiedsrichter (5)

Schiedsrichter-Lizenzen

Es gibt 4 Schiedsrichter Lizenzen

Weiße Lizenz

Der Weiße Schiedsrichter darf jegliche Ligaspiele pfeifen. Seine Entscheidungen sind absolut gleichwertig zu dem eines höherlizensierten Schiedsrichters, er darf allerdings nicht die Verantwortung des Hauptschiedsrichters übernehmen, es sei denn, es ist ein Prüfungsspiel zum Erlangen der schwarzen Lizenz. Er muss zur Erhaltung der weißen Lizenz mindestens 5 Spiele in 2 Jahren pfeifen.

Schwarze Lizenz

Der Schwarze Schiedsrichter darf sämtliche Ligaspiele als Hauptschiedsrichter pfeifen. Er darf allerdings nicht als Schiedsrichter in einem Meisterschaftsspiel auflaufen, es sei denn, es ist ein Prüfungsspiel zum Erlangen der roten Lizenz. Zur Erhaltung der Lizenz sind 10 Spiele in 2 Jahren notwendig.

Rote Lizenz

Der Rote Schiedsrichter darf sämtliche Liga – und Meisterschaftsspiele pfeifen. Allerdings darf er keine Länderspiele pfeifen, außer zum Erlangen der goldenen Lizenz. Die rote Lizenz verliert, wenn man in 2 Jahren weniger als 15 Spiele pfeifft.

Goldene Lizenz

Der Goldene Schiedsrichter darf Länderspiele pfeifen, wird also bei Weltmeisterschaften eingesetzt. Seine Lizenz kann nicht mehr auslaufen.

Bench Manager

Der Bench-Manager ist ein lizensierter Schiedsrichter, der aber nur in wichtigen Spielen, wie Playoff-Spielen um die Meisterschaft eingesetzt wird. Er hat keine Weisungsbefugnis, dient aber im Falle einer Verletzung eines Feldschiedsrichters als Ersatzschiedsrichter.

CBO

Der CBO (Chief Bench Official) gehört zum dritten Team auf dem Feld, den Schiedsrichtern. Er hält sich über das gesamte Spiel im Auswechselbereich auf. Zu seinen Aufgaben zählt unter anderem zu prüfen, dass die maximale Anzahl an Spielern auf dem Feld nicht überschritten wird, achtet auf Abseits und, dass die fliegenden Wechsel korrekt ausgeführt werden. Des weiteren ist er erster Ansprechpartner für Trainer und die Bench. Der Bench übersetzt er zudem die Schiedsrichtersignale.

Flag

Jeder Schiedsrichter ist mit 2 Flaggen ausgerüstet. Bemerkt der Schiedsrichter ein Foulspiel, dass eine Strafzeit zur Folge hat, wirft er eine Flagge. Er unterbricht das Spiel erst, wenn kein Zug zum Tor der gefoulten Mannschaft mehr vorhanden ist. Der Zug zum Tor gilt als unterbrochen, wenn der Ball entweder das zweite mal hinters Tor gepasst wurde, nach einem Schuss, der Ball frei wird, oder, wenn der Ball hinter die Restrainingline gepasst wird.

Bemerkt der Schiedsrichter mehrere Fouls in einem Spielzug oder in der selben Situation, muss er auch mehrere Flaggen werfen.

Seine Flagge begründet er im Anschluss mit einem Call, hier nennt er in der Reihenfolge Trikotfarbe, Spielernummer, Das Foul und die Art des Fouls (technisch oder persönlich, persönliche Fouls sind durch die Höhe der Strafzeit indiziert (1-3 Minuten)).

Lead

Der Lead gehört zu den drei Feldschiedsrichtern. Seine Position ist in etwa auf Höhe der Torlinie, sodass er entscheiden kann, ob der Ball die Torlinie überquert hat oder nicht. Außerdem sollte er nach einem missglückten Torschussversuch entscheiden können, welcher Spieler welcher Mannschaft am nächsten zum Ball stand, als dieser die Spielfeldbegrenzung berührt hat. Es wird nämlich der Mannschaft der Ball zugesprochen, die nach einem missglückten Torschussversuch am nächsten zum Ball stand, als dieser die Spielfeldbegrenzung berührte. Wechselt die Richtung auf das andere Tor, wird der Lead automatisch zum Trail.

Das Spielgeschehen (14)

Fast Break

Einen Konter wie im Fußball oder einen Tempogegenstoß wie beim Handball zu laufen ist im Lacrosse durch die Abseitsregel so gut wie unmöglich. Man kann aber nach einem Face-off oder (free) clear eine kurze Überzahlsituation kreieren. Diese kurze Überzahlsituation wird Fast Break genannt. Bei einem Fast Break ist es wichtig den Ball schnell weiterzuspielen und schnell den Torabschluss zu suchen. Das Gegenteil zum Fast Break ist der Slow Break.

Bouncer

Ein Bouncer ist ein Ball, der vor erreichen des Tors noch am Boden aufschlägt. Es ist ein gutes Mittel, um Torhüter zu überwinden, da Bouncer schwer einzuschätzen sind.

Dodge

Der Dodge ist eine Körpertäuschung des Ballführenden Spielers mit dem Ziel, entweder sich eine freie Schussbahn zu erlaufen oder die gegnerische Defense zum Slide zu zwingen, um durch dadurch eventuell entstehende Unordnung innerhalb der Verteidigung einen freistehenden Mitspieler anspielen zu können.

Es gibt unzählige Arten zu dodgen; Rolldodge, Alleedodge, Splitdodge und Swimdodge zählen aber zu den am häufigsten angewandten.

Cradle

Genaugenommen wird der Ball beim Lacrosse nicht getragen, sondern gecradlet. Man macht sich die Schwerkraft zu Nutzen und schleudert den Ball innerhalb des Heads, sodass er durch Trägheit in der Pocket „festsitzt“. Außerdem macht die Cradlebewegung es dem Gegenspieler schwer den Stick zu attackieren, so dass man mit gutem Cradling leichter in Ballbesitz bleiben kann.

Das Cradlen verlangt etwas Übung, ist aber genauso wichtig wie Fangen oder Werfen und sollte somit früh erlernt werden.

Das Schießen

Es gibt 3 grundlegende Arten zu Schießen:

Overhand: Der Overhand-Schuss ist der gebräuchlichste und auch genaueste Schuss. Hierzu hält man mit gestrecktem Armen den Stick über die Schulter, steht seitlich, aber mit Blick zum Tor, als würde man versuchen die Schulter zu küssen. dann zieht man die Hände nach vorne und dreht den Körper zum Tor hin.

Siehe dazu dieses Lehrvideo:

Sidearm: Sidearm ist die bei Coaches wohl unbeliebteste Art zu schießen, viele Coaches untersagen sogar ihren Spielern das Sidearm-schießen. Der Größte Vorteil ist, dass der Sidearm-Schuss für Torhüter schwer einzuschätzen und damit schwer zu parrieren ist. Der Nachtteil ist die Ungenauigkeit bei mangelnder Technik, die korrekte Technik ist schwer zu erlernen. In Profiligen ist das Sidearmschießen jedoch am häufigsten. Für den Sidearmschuss wird der Schläger längs zum Oberkörper gehalten und genau wie beim Overhandschuss durch Körperrotation der Ball abgeworfen.

Underhand: Der Underhandschuss ist eine ebenfalls wenig gern gesehene Art zu schießen. Die Grundstellung und Körperrotation ist wiederum wie beim Overhandschuss. der Head wird hier etwa auf Kniehöhe gehalten und von da aus der Ball abgeworfen.

Cut

Cutten ist eine abrupte Richtungsänderung im vollem Lauf. Diese Richtungsänderung ist zum Beispiel wichtig, wenn man einen Pick stellen will, um im toten Winkel des Verteidigers zu bleiben, aber auch beim Clear, um sich von einem ridenden Spieler zu lösen und eine Anspielstation für den Goalie zu sein.

Groundball / Loose Ball

Groundballs bzw. Looseballs sind Bälle, die frei während eines live Ball auf dem Spielfeld liegen, rollen oder springen. Während eines Loose Balls darf im Umkreis von etwa 3m zum Ball der Gegenspieler daran gehindert werden den Ball aufzunehmen, das heißt also, dass ein Spieler seinen Gegenspieler innerhalb dieser 3m so attackieren darf, als wäre er im Ballbesitz. Illegale Handlungen werden natürlich trotzdem abgepfiffen, man darf also z.B. nicht seinen Gegenspieler von hinten schubsen oder ihm, während er kniet, zu Boden drücken.

An einem Groundballfight sind bis zu 12 Spieler beteiligt (Extremfall). Damit man sich nicht im Weg steht und damit man den frisch eroberten Ball nicht durch ein Foul gleich wieder abgeben muss, sind folgende Kommandos essentiell:

Ball: Der Spieler, der laut „Ball“ ruft, sollte derjenige sein, der in einer guten Ausgangslage ist den Ball aufzunehmen. Er ist in der Regel aber nicht der Spieler, der am nächsten zum Ball ist. Er sollte „Ball“ rufen, wenn er sich sicher ist, dass er den Ball aufnehmen kann und keinen Zweikampf um den Ball mehr führen muss. Wichtige Grundregel: Wer „Ball“ ruft, sollte das „Release“ nicht vergessen (siehe unten).

Man: Der Spieler, der „Man“ ruft, hat die Aufgabe den Ball vor dem Gegner abzuschirmen bzw. ihn daran zu hindern den Ball aufzunehmen. Er steht relativ nah zum Ball, so dass er kontrolliert und fair den Ball schützen kann.

Release: „Release“ ruft im Idealfall der Spieler, der auch „Ball“ gerufen hat und zwar genau dann, wenn er den Ball aufgenommen hat oder ihn mehr als 3m vom Groundballfight entfernt hat. Es klingt erstmal verwirrend, weil paradox, „Release“ zu rufen, wenn man den Ball aufgenommen hat, aber es ergibt Sinn, da es ein Kommando an die Mitspieler ist, ihre Gegenspieler vom Groundballfight in Ruhe zu lassen. Wird weiter gekämpft, obwohl der Ball bereits in Ballbesitz ist, muss der Schiedsrichter „Interference (Behinderung)“ pfeifen und der Ballbesitz wechselt wieder.

Man kann viele Groundballfights vermeiden, wenn man regelmäßig Wallballs macht, denn dadurch kommen Pässe präziser und das Fangen fällt einem leichter. Der häufigste Grund für Groundballs sind misslungene Pässe.

Clock`s on

Etwa 30 Sekunden vor Ende eines Quarters läuft einer der Zeitnehmer zu einem Schiedsrichter und zählt für diesen die verbleibende Zeit runter. Die Spieler rufen zur Information der restlichen Mannschaft dann „Clock is on the Field!“ oder einfach „Clock`s on!“, sodass alle wissen, dass das Quarter in etwa 30 Sekunden vorbei ist.

Wichtig: Während einer Men Up Situation oder wenn eine Flagge geworfen wurde, beginnt die Mannschaft das nächste Quarter mit Ballbesitz, die am Ende des vorherigen Quarters in Ballbesitz war und zwar am selben Punkt, wo der Ball war, als das Spiel abgepfiffen wurde (diagonal  gespiegelt, da nach einem Quarter die Seiten gewechselt werden). Deshalb sollte der Ballführende Spieler stets informiert sein, dass das Quarter gleich vorbei ist und ob eine Flagge geworfen wurde oder seine Mannschaft Men Up/Men Down spielt und dann den Ballbesitz sichern. Bei einem Looseball wird das nächste Quarter normal mit Faceoff gestartet.

Hidden Ball Trick

Bei einem Hidden Ball Trick, sozusagen der Bauerntrick im Lacrosse, stellt sich der ballführende Spieler im Angriff nah an einen Mitspieler und tut so, als ob er seinem Mitspieler den Ball aus kurzer Distanz zuspielt, aber in Ballbesitz bleibt. Der Mitspieler „dodged“ nun die Allee runter, so dass der Goalie das Tor aufmacht und der noch Ballführende den Ball in das weit offen stehende Tor ohne Behinderung  reinschießen kann.

Braveheart

Braveheart ist ein Sudden-Death Modus, nachdem ein Sieger in regulärer Spielzeit nicht ermittelt wurde. Bei diesem Modus spielt nur ein Spieler jeder Mannschaft plus Torwart. Wer das erste Tor schießt, gewinnt das Spiel, der Goalie darf sich dabei am Angriff beteiligen.

Braveheart wird im Ligabetrieb nicht angewandt, sondern eher auf Turnieren, wenn eine schnelle Entscheidung aufgrund eines engen Spielplans von Nöten ist.

Faceoff

Der Faceoff startet das Spiel zu Beginn eines Quarters oder nach einem Tor und wenn das Spiel bei einem freien Ball unterbrochen werden musste (in dem Fall startet der Ball von dort, wo er sich bei Abpfiff befand, mindestens jedoch 18m entfernt vom Tor und 9m zur Seitenlinie). Die Verteidiger und der Torwart müssen hinter der Restraining-Line in der eigenen Hälfte stehen, die Angreifer müssen hinter der Restraining-Line in der gegnerischen Hälfte stehen. die Mittelfeldspieler müssen bis zum Anpfiff vor der Wingline stehen. der Faceoffer steht vor der Mittellinie, darf diese aber nicht berühren, er hat beide Hände am Schläger, aber darf den Schlägerkopf (Head) nicht berühren. das Mesh des Heads ist nach innen eingedrückt, sodass der Faceoffer versuchen muss, den Ball mit der „falschen Seite“ aufzunehmen. Der Schiedsrichter bittet die Faceoffer mit „Down“ sich in die Faceoff-Position zu begeben, dann ruft er „Set“, danach dürfen sich die Faceoffer nicht mehr bewegen, dann folgt der Pfiff und der Kampf um den Ball beginnt. Die Middies hinter der Wingline dürfen nun in Richtung Ball laufen und um diesen mitkämpfen. Wird der Ball aufgenommen ruft der Schiedsrichter „Possession“, rollt der Ball über eine der Restraining-Lines, ruft der Schiedsrichter Free-Ball, beides begleitet durch kreisen seines rechten Armes und beides mit der Konsequenz, dass die Angreifer und Verteidiger die Restraining-Line überteten dürfen.

Es dürfen sich beim Faceoff maximal 3 Spieler pro Mannschaft zwischen den Restraininglines, also in der neutralen Zone, aufhalten. Ist eine Mannschaft nicht mit 10 Mann auf dem Feld (z.B. durch Strafzeit), darf sie aus der Attack und Defense die neutrale Zone „auffüllen“, solang dabei nicht die Abseitsregel missachtet wird und die Anzahl von 3 Spielern nicht überschritten wird.

Solange der Schiedsrichter keine Possession oder keinen Free Ball angezeigt hat, dürfen Spieler, die eine Strafzeit, die während des Faceoffs abgelaufen ist, abgesessen haben, nicht das Spielfeld wieder betreten.

Line-Up

Das Line-Up ist ein Zusammentreffen der „Starting Ten“ (Die das Spiel beginnenden 10 Spieler) beider Mannschaften und der Schiedsrichter kurz vor Beginn des Spiels. Die Schiedsrichter stellen sich mit Blickrichtung zum Tor auf, die Mannschaften stellen sich parallel zur Seitenlinie in einem Abstand von etwa 4,5m zur gegenüber stehenden Mannschaft auf.

Der Hauptschiedsrichter stellt sich und seine Schiedsrichter-Kollegen vor und bittet die Torhüter zum „shake hands“.

Yardsale

Ein Yardsale ist ein Angriff auf den Schläger des Gegenspielers,sodass dieser seinen Schläger fallen lässt. Solang der Gegner den Ball im Schläger trägt oder etwa 3m von einem freien Ball entfernt ist, ist dies eine legale Aktion. Problematisch wird es dann eher für den Gegenspieler, nicht nur, weil er seinen Schläger hat fallen lassen, sondern auch, falls der Ball im Schläger bleiben sollte, muss der Schiedsrichter ein technisches Foul wegen „Fernhaltens des Balles vom Spiel“ pfeifen.

 

Yardsale

(Moritz Dehl (grün) mit einem Yardsale)

 

Men Up

Men Up spielt man, wenn die gegnerische Mannschaft wegen einer Strafzeit weniger Spieler auf dem Feld hat. Ähnlich dem Powerplay beim Eishockey wird beim Men up der Ball herumgepasst, bis sich eine Lücke entwickelt (mindestens ein Spieler muss logischerweiser ungedeckt sein) und man eine einfache Schussposition zum Tor erspielt hat.

Im Men Up sollte man nicht den Kontakt zum Gegenspieler suchen, da man durch den Kontakt einen Ballverlust riskiert, weshalb man im Men Up folglich auch nicht versuchen sollte zu dodgen und/oder Picks zu stellen.

Der Schläger (6)

Short Stick

Der Short Stick ist der Schläger, den die Mittelfeldspieler und Attacker verwenden. Er muss zwischen 40 und 42 Inch ( 101,6cm – 106,68). Es müssen de facto 5 Shortsticks auf dem Feld stehen (bei Vollbesetzung).

Longstick

Der Longstick (Auch Longpole, D-Pole oder einfach Pole) ist der Schläger, den Verteidiger und der LSM verwenden. Er ist zwischen 52 und 72 Inch lang (132,06 – 182,88 cm) lang. Es dürfen maximal 4 Spieler mit Longstick auf dem Feld stehen. Es ist aber nicht der Fall, dass Longsticks auf dem Feld stehen müssen.

Der Goaliestick

Der Torwart darf einen Schläger zwischen 40 und 72 Inch verwenden, Ebenso darf er einen Head mit einem Innenmaß zwischen 6 und 15 Inch (15,2-38,1 cm) verwenden.

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Warrior Nemesis Lyte Goaliehead

Der Schlägerkopf (Head)

Der Head des Schlägers muss mindestens 10 inch (25,4cm; gemessen vom Ballstopp(kleines Schaumstoffkissen am unteren Ende der Innenfläche;muss nicht verwendet werden) bis zur Headspitze(Scoop)) lang sein. Seine Innenfläche muss zwischen 6 und 10 Inch an der breitesten Stelle sein. Die Pocket darf nur einen Balldurchmesser tief sein (ausgenommen der Torwartschläger, der keine Begrenzung diesbezüglich hat).

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Maverick Metrik mit Midhigh-Pocket

Traditional Stringing

Traditional Stringing ist eine Methode, seinen Head zu stringen. Dabei werden Lederstrippen als Grundlage am oberen und unteren Ende des Heads befestigt. Die Lederstrippen werden mit Nylonschnüren im Diamantenmuster verbunden.

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Warrior Evo 2, traditional gestringt

Shooting Strings

Shooting Strings werden verwendet, Um den Release (das Loslassen des Balles beim Wurf) des Heads zu definieren. Als Shooting Strings werden in der Regel dicke Schnürsenkel (wie sie zum Beispiel auch bei Eishockey-Schlittschuhen verwendet) und Nylonschnüre genutzt. Es gibt drei Methoden, die Shooter in den Head zu schnüren: Straights (gerade Shooter), U-Shooter und V-Shooter Nach IFL Regelwerk dürfen so viele Shooter wie gewollt verwendet werden, In der Regel verwendet man 2 bis 4 Shooter. In Nordamerika im Highschool und College Lacrosse müssen de facto straights verwendet werden, da die shooter maximal 4 inch vom Scoop (Headspitze) entfernt sein dürfen.IMG_0759[1]

Straights in einem Brine Clutch Elite

Allgemein (5)

Wallballs

Wallballs sind ein wichtiges Training, um seine persönlichen Fähigkeiten zu verbessern. Wurftechniken (Passen, Quicksticks, Präzision, Härte), das Fangen, aber auch Groundballs können an der Wall geübt werden. Desweiteren sollte man, wenn man einen neuen Stick hat oder seinen Head neu gestringt hat, vor dem ersten Training den neuen Stick an der Wand einspielen um ihn kennenzulernen. Jede Wand kann für Wallballs genutzt werden, ob Tenniswand oder Mauerwerk eines Hauses (sofern die Bewohner des Hauses natürlich nicht belästigt werden). Das einzige, worauf geachtet werden sollte, ist, dass die Wand eben (Kletterwände oder alte Stadtmauern eignenen sich somit nicht) und hoch genug ist.

Bei Wallballs gilt der Grundsatz „Viel hilf viel“. Auch wenn es eintönig wirkt und vielleicht auch ist, ist es auf jedem Level, vom Änfanger bis hin zum Profi, ein wichtiges und unverzichtbares Training.

 

Schutzausrüstung

Es gibt Pflichtausrüstung und freiwillige Ausrüstung.

Zur Pflichtausrüstung gehört der Helm, Handschuhe und der Stick

Die Ausrüstung darf (und sollte) durch folgendes Equipment ergänzt werden: Unterleibschutz (Cup), Ellbowpads, Shoulderpads, Ribpads.

Wer das erste mal zum Training kommen möchte, sollte sich vorher einen Cup anschaffen, Stick und das restliche Equipment sollte man sich bei jedem Lacrosseverein in Deutschland vorerst ausleihen können. Erhältlich sind Cups in (fast) jedem Sportgeschäft und schon für gut 15 Euro hat man ein adäquates Modell.

Welche Ausrüstung zu empfehlen ist und wo man sie bestellen kann, findet sich in Mo`s Equipment Ecke.

 

Line Drills/Stardrills

Linedrills bzw. Stardrills gehören zu jedem Warmup während des Training oder vor einem Spiel. Beim Linedrill stellt sich die Mannschaft in 2 Hälften gegenüber auf. Der Ball wird sich, während man sich entgegenläuft, im Lauf zugespielt. dabei gibt es 4 Grundpositionen.

Rechts innen: Der Schläger wird oberhalb der rechten Schulter gehalten und der Mitspieler kommt einem so entgegen, dass die rechte Schulter des Passspielnden mit der rechten Schulter des Passempfängers auf einer Linie ist, der pass also geradeaus gespielt werden muss.

Links innen: Der Schläger wird oberhalb der linken Schulter gehalten und der Mitspieler kommt einem so entgegen, dass die jeweils linke Schulter der beiden Spieler auf einer Linie sind. (Selbes Prinzip wie Rechts innen)

Rechts außen: Der Schläger wird oberhalb der rechten Schulter gehalten, der Passempfänger kommt einem so entgegen, dass seine linke Schulter mit der linken Schulter des Passspielers auf einer Linie ist, der Pass also leicht diagonal gespielt werden muss.

Links außen: Der Schläger wird oberhalb der linken Schulter gehalten. Der Passempfänger kommt dem Passspieler so entgegen, dass sich die rechten Schultern der beiden Spieler auf einer Linie befinden (selbes Prinzip wie Rechts außen).

Linedrills können noch auf diverse Zusätze erweitert werden. Zum Beispiel kann der Passspieler verteidigt werden, oder der Ball wird sich zugerollt.

Beim Stardrill teilt sich die Mannschaft in 5 Gruppen auf, die sich so aufstellen, dass sie einen Stern formen. Wird der Schläger oberhalb der rechten Schulter gehalten, läuft man als Ballträger nach rechts zur übernächsten Gruppe, aus der ein Spieler dem Ballträger entgegenläuft und den Pass empfängt. Das selbe Prinzip gilt, wenn man den Stick oberhalb der linken Schulter hält, nur, dass man dann nach links läuft.

Quickstick

Beim Quickstick wird der Ball direkt nach dem Fangen, ohne nochmal zu cradlen, wieder weggeworfen. Besonders, wenn man als Attacker an der Crease steht und in Ballbesitz gelangt, sollte man mittels Quickstick einen Torschuss versuchen, da man sonst einen blauen Fleck mehr einbüßt.

Kommandos

Kommandos bei Ballbesitz

– „I`m your help“ / „(ich bin die) Hilfe“ – Spieler signalisiert seinem ballführenden Mitspieler, dass er anspielbar ist.

– „Fast Break!“ – Der Fast break einleitende Spieler ruft laut „fast break“ um seine Vorderleute darauf hinzuweisen, den Ball schnell weiter zu spielen und schnell den Torabschluss zu suchen.

-„Clear!“ – siehe Clear

Kommandos ohne Ball

– „Hab den Ball“ – Der Verteidiger, der den Ballführenden bewacht, ruft „hab den Ball“

– Viele Kommandos siehe Rubrik Defense.

Kommandos von Schiedsrichtern

– „Find the Stick!“ – Schiedsrichter ermahnt einen Verteidiger, das Slashen auf dem Körper sofort einzustellen, ansonsten wirft er eine Flagge

– „Watch your Language!“ – Schiedsrichter ermahnt einen Spieler, auf seine Ausdrucksweise zu achten, andernfalls wirft er eine Flagge wegen unsportlichem Verhalten

Ein Schiedsrichter sollte, wenn er einen Spieler ermahnen möchte, ihm stets sagen, was er tun soll, nicht, was er nicht tun soll.

 

 

Das Mittelfeld (2)

Fogo

Der Fogo (Face off – go off) ist ein Spieler, der, wie der Name erahnen lässt, nur für Faceoffs eingesetzt wird. Es klingt nach einer langweiligen Rolle, aber wenn man bedenkt, dass in einem Spiel auf höherem Niveau beide Mannschaften meist Torerfolge im zweistelligen Bereich bejubeln dürfen, kommt man, da auf ein Tor ja ein Faceoff folgt, durch die dadurch anstehenden Faceoffs durchaus zu unerwartet hoher Einsatzfrequenz.

Der Fogo wird daher vor allem auf höherem Niveau eingesetzt; da Faceoffs für Fast Breaks prädestiniert sind, ist ein guter Fogo auf höherem Level sogar nahezu unverzichtbar.

Das Mittelfeld (Middies)

Die Mittelfeldspieler sind die Arbeitstiere im Lacrosse. Sie müssen große Laufwege zurücklegen, da sie sowohl in der Attack, als auch in der Defense Aufgaben erfüllen müssen. Die Mittelfeldspieler haben dabei unterschiedliche Aufgaben und meistens wird ein Mittelfeldspieler als In Home gewählt.

Der Torwart (Goalie) (3)

Der Goalie

Jede Mannschaft ist verpflichtet, einen Torwart auf dem Feld stehen zu haben.

Wie in vielen anderen Sportarten genießt auch im Lacrosse der Goalie gewisse Privilegien, die auf einen markierten Bereich begrenzt sind. Beim Lacrosse ist dieser Bereich die Crease.

Safe

Das Abwehren eines Torversuchs wird bei nordamerikanischen Sportarten „Safe“ genannt. Das Wort „Safe“ wird somit nicht nur in Bezug auf Lacrosse-Goalies verwendet, sondern auch Eishockeytorwarte nennen ihre Paraden „Safe“.

 

Stickside/Off-Stickside

Ein Lacrosse-Goalie hält seinen Schläger in der Regel so, dass seine bessere Hand den Schläger am oberen Ende, also schon am Head, greift. Ist der Goalie ein Rechtshänder, so ist der Bereich aus seiner Sicht rechts von ihm seine Stickside, der Bereich links von ihm seine Off-Stickside. Beim Linkshänder, dem Leftie, ist es umgekehrt.

Für einen Torhüter ist es einfacher, Bälle auf seiner Stickside zu fangen, da dort seine Bewegungsabläufe kürzer sind. Die ungünstigste Höhe, auf die ein Schuss für einen Torwart kommen kann, ist Hüfthöhe auf seiner Off-Stickside.